Hüttentour 2012 – In den Lechtaler Alpen unterwegs

Vom 11. bis 18. August 2012 in den Lechtaler Alpen unterwegs

Samstag, 11. August

Start der Hüttentour unter der Leitung von Ludger Freßmann um 5.30 Uhr mit 8 Personen am Bahnhof in Neubeckum Richtung Füssen. Nach einem Frühstück gegen 8 Uhr im ICE erreichten wir Füssen um 14 Uhr. Danach ging es mit dem Taxi weiter zum Startpunkt nach Boden. Von dort wanderten wir um 15.30 Uhr zur Hanauer Hütte, wo wir dann um 18 Uhr ankamen. Nach der ersten Erfrischung auf der Terrasse bezogen wir das Winterlager, weil die Hütte mit 150 Schlafplätzen und 180 Leuten überfüllt war.

Gehzeit: 2,5 Stunden, Aufstieg: 560 m

Sonntag, 12. August

Am Morgen gingen wir auf dem Weg 621 bzw. 625 Richtung Hinter Dremelscharte durch ein einsames Hochkar. Von der Scharte gelangten wir zum Steinsee (2.222 m), dort machten wir Rast. Verwundert sahen wir auch einer Frau zu, die ohne Schuhe die Bergwelt erkundete. Schließlich wanderten wir zur Steinseehütte. Von dort aus wollten wir noch auf die Steinkarspitze (2.650 m), doch nach Erreichen der Felsen (2.360 m) erwartete uns ein Hinweis, auf dem stand: „ACHTUNG! Nur mit Helm und Klettersteigset Weiterstieg möglich“ – unverrichteter Dinge wanderten wir also wieder zur Hütte.[nbsp]

Gehzeit: 3,5 Stunden, Aufstieg: 550 m, Abstieg: 410 m

 

Montag, 13. August

Bei schönem Wetter begannen wir die zweite Etappe auf dem Adlerweg 601, dem wir über das Gufelgrasjoch in Richtung Roßkarscharte folgten. Der Weg runter war jedoch ein wenig unangenehm (langes Geröllfeld). Nach dem schattigen Abstieg ging es hangparallel bis zum Anstieg zum Gebäudjoch. An dem Bergsee „an der Lacke“ vorbei ging es weiter Richtung Württemberger Haus. Unsere eisenharten Jungs gönnten sich eine eiskalte Dusche im Gebirgsbach. Abends lauschten wir den sanften Klängen des Gitarrenspielers.

Gehzeit: 4,5 Stunden, Aufstieg: 590 m, Abstieg: 430 m

 

Dienstag, 14. August

Nach dem Frühstück gingen wir frisch gestärkt Richtung Memminger Hütte auf dem Weg 601. Erst war es ein leichter Anstieg, dann ging es jedoch steil nach oben zur Großbergspitze. Hier wanderten wir über den Grat zur Großbergkugel. Von dort überquerten wir den Südhang der Kleinbergspitze über die Seescharte (2.599 m) – in Begleitung von Steinböcken –, von dort über die mittleren und die unteren Seewiesen zur Memminger Hütte. Man erhascht jedoch sehr schnell einen Blick auf die Hütte, man sollte sich da aber von der Gehzeit nicht täuschen lassen, denn man geht von da noch ein ganzes Stück. Zum Abschluss der Tour stiegen wir noch auf den Hausberg (Seekogel). Zu unserer Überraschung stellten wir auch hier fest, dass diese Hütte maßlos überbelegt war. Das unerfreuliche war, dass die Bergschulen bevorzugt wurden. Dadurch stand für uns schon fest, dass wir dort kein zweites Mal übernachten wollten.[nbsp]

Gehzeit: 4,5 Stunden, Aufstieg: 550 m

 

Mittwoch, 15. August

Der heutige Tag beinhaltete unsere schwerste und längste Tour. Von der Memminger Hütte ging es auf dem Weg 633 Richtung Augsburger Hütte. Zuerst gingen wir zurück über die Seewiesen hinauf zur Wegscharte (2.585 m), von da wanderten wir weiter über den Spiehlerweg zum Parseierjoch. Danach liefen wir jedoch hinauf zur Partolscharte (2.845 m). Schließlich mussten wir noch einen sehr langen Weg über Geröll zur Augsburger Hütte zurücklegen. Total geschafft kamen wir an der Hütte an – mit wunderbarem Blick auf Grins.

Angegebene Gehzeit 5 Stunden (reicht in der Gruppe nicht aus), Aufstieg: 870 m

 

Donnerstag, 16. August

Nachdem wir bis jetzt nur schönes Wetter hatten, stiegen wir heute im Regen nach Grins ab. Zur Rettung einer aussterbenden Art von schwarzen Salamandern wurden alle von uns bedrohten Tiere ins sichere Gras gesetzt. Von der Kirche im Ort ging es mit dem Taxi weiter zum Parkplatz Alfizalm (1.261 m). Ab hier wanderten wir bei schwülfeuchtem Wetter hinauf zur Steinseehütte. Dort angekommen, genossen wir den besten Kaiserschmarrn dieser Tour mit einer dicken Karamellschicht. Hier gab es auch ein Highlight: die einzige warme Dusche der Woche.

Gehzeit: 6 Stunden, Aufstieg: 800 m

 

Freitag, 17. August

Von der Steinseehütte marschierten wir auf dem Weg 601 Richtung Mittelkopf zum Gufelgrasjoch. Nach einigem Auf und Ab überraschten uns auf einer saftig grünen Wiese frei lebende Pferde. Von hier ging es auf dem Weg 626 zum vorderen Gufeljöchl, danach folgten wir dem Weg 621 zum Gufelsee. Hier machten wir unsere wohlverdiente Pause mit Baden im eiskalten See und einem kleinen Nickerchen in der Sonne. Schließlich ging es über das Gufelseejochl in 2 Stunden zur Hanauer Hütte.

Gehzeit: 5,5 Stunden, Aufstieg: 620 m

Gesamte Höhenmeter der Tour: 4540 m

 

Samstag, 18. August

Nach dem Frühstück wanderten wir zurück nach Boden. Von dort fuhren wir mit dem Taxi nach Füssen. Im ICE erreichten wir nach einem leckeren Abendessen und einigen Komplikationen mit dem Zug den Bahnhof in Neubeckum um 23.30 Uhr.

Fazit:

Es war eine sehr schöne Tour. Doch als Voraussetzungen gelten: auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei, trittfeste Schuhe und das Gepäck nicht schwerer als 10 kg + 2 kg Wasser bei Männern und 8 kg + 2 kg Wasser bei Frauen.

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