Arbeitseinsatz 2017 in Leutasch

Erneut ging es diesmal wieder los am Freitag, den 23. Juni 2017: Herbert Lammers, Franz Schneider, Herbert Bauch und ich. Der eigentlich eingeplante „sechste Mann“ musste leider kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen und es konnte in der kurzen Zeit kein Ersatz gefunden werden. Nach einer mehr als achtstündigen Anfahrt nahm uns dann Daniel Karl bei Martina und Arno, unseren Wirte in der Jausenalm am Lärchenhang, Leutasch, Plaik, wie immer herzlichst in Empfang.

Am nächsten Morgen ging es bei bewölktem Wetter wieder ins Karwendelgebirge, wo wir, auch wie immer, Thomas Lehner und seine Familie, schon traditionell, im Hallerangerhaus, 1.768m üNN, besuchten. Der Anstieg erfolgte diesmal über Hall, Absam, die Herrenhäuser, St. Magdalena und das Lafatscher Joch, 2.600 m. Zum Glück blieb es trocken. Am nächsten Tag stiegen wir dann aufgrund der schlechten Wetterprognose als schnellsten Abstieg über dieselbe Strecke ab, was auch gut war.

Montag, 26. Juni, 7:15 Uhr, Bauhof. Und … kein Regen, im Gegenteil, strahlender Sonnenschein. Mit Martin Itzl, dem Leiter des Bauhofes, ging es über das Puittal zum Scharnitzjoch, 2.048 m üNN, wo wir die Markierungen erneuerten sowie die in den Weg hineingewachsenen Latschen ausschnitten. Weiter führten wir noch einen Kontrollgang (-run) auf die Gehrenspitze, 2.367 m, durch, den wir unter 1 Stunde (!) absolvierten.

Nach einer kurzen Rast erneuerten wir die rot-weiß-roten Markierungen und stiegen zur Wangalm, 1.751 m, ab. Dort erwartete uns schon Helmut, ein Mitarbeiter vom Bauhof, der uns mit dem Jeep abholen kam.

Am Dienstag, 27. Juni erwartete uns dann (wie immer): Regen! Auch wurden heftige Gewitter vorausgesagt, sodass wir dementsprechend nur einen relativ kurzen Arbeitstag hatten. Von der Wettersteinhütte, 1.717 m, ging es über den sog. Würzigen Steig und dem Waldsteig im Abstieg über die Hämmermooshütte, 1.417 m, zum Salzbachparkplatz, wo wir am Morgen unser Auto abgestellt hatten. Hauptsächlich schnitten wir die Wege wieder frei und entfernten die Beschilderungen des ausgeschriebenen Gehrenspitzenlaufes, die laut Tourismusbüro kaum noch Beachtung finden. Mittlerweile setzten denn auch die vorausgesagten Gewitter ein.

Am Nachmittag hatten wir dann um 16 Uhr einen Termin mit dem neuen Geschäftsführer des Tourismusverband Seefeld und der Olympiaregion Telfs, Elias Walser, um uns zum einen kennenzulernen und zum anderen unsere Arbeit im Rahmen des Arbeitseinsatzes der DAV-Sektion Beckum vorzustellen und auf das jahrzehntelange Engagement und die sehr gute Zusammenarbeit hinzuweisen.

Mittwoch, 28. Juni, 7:15 Uhr, Bauhof und … Regen! Trotzdem holten wir heute die gestern wetterbedingt versäumten Arbeitsstunden nach: Am Gasthof zur Alten Mühle stiegen wir zunächst zur Riedbergscharte auf und schnitten den nahezu vollständig zugewachsenen Steig (Weg über den Riedberg, die Achterköpfe zur Großen Arnspitze, 2.196 m) aus und erneuerten die Markierungen. Dort angekommen, trafen wir zwei Wanderer, die von Scharnitz aufgestiegen waren und sich MEHRFACH verlaufen hatten. Verwundert nahmen wir das zur Kenntnis, änderten unser Vorhaben und nahmen den von den Wanderern begangen Weg, der wahrlich in einem schlechten Zustand war: insbesondere fehlende Markierungen, die das Verlaufen der Wanderer erklärte, und ca. 20 (!) umgefallene Bäume, die den Steig komplett (!) verlegten.

Am Restaurant „Am Gletscherschliff“ erfuhren wir von der Wirtin, dass zuletzt vor mehr als 10 Jahren (!) „mal eine Gruppe da gewesen sein soll“, aber auch gearbeitet? Eher nicht bzw. wenn, dann schlecht!

Die Wirtin haben wir darüber aufgeklärt, dass sie DAS der Sektion Hochland melden soll, auch wenn die Arbeit jetzt durch uns entsprechend durchgeführt wurde. Neben Zersägen der umgefallenen Bäume und Ausschneiden auch noch, zum Teil überhaupt mal (!), markiert. (Eine großzügige Spende für den Einsatz würde die Sektion Beckum GERNE entgegennehmen. Liebe Grüße: der Bergwart der Sektion Beckum!)

Komplett durchnässt beendeten wir den Arbeitstag dann gegen ca. 18 Uhr.

Donnerstag, 29. Juni, 7:15 Uhr, Bauhof: Regen, kennen wir ja. Am Möserer Kalvarienberg schnitten wir wieder das Grünzeug aus, beseitigten Lawinenschäden vom Frühjahr und stellten 2 neue Schilder auf: einmal mit dem Hinweis Leutasch und in entgegengesetzter Richtung: Rauthütte.

Nach Beendigung des Tagwerks trafen wir uns am Abend zum gemütlichen Beisammensein im Bauhof und das seit Jahren zum ersten Mal: pünktlich!

Freitag, 30. Juni, 7:15 Uhr, Regen. Zipfelklamm. Wie jedes Jahr erneuerten wir bzw. schlugen wir ein paar Stufen zur besseren Begehung. Anschließend schafften wir noch Material zu einer neu errichteten Aussichtsplattform am Kurblhang, die einen wunderschönen Blick über das nahezu gesamte Leutaschtal ermöglicht mit auch Aussicht auf die Hohe Munde, 2.662 m, ins Gaistal, auf das Puit und die Arnplattenspitze, 2.171 m. Es lohnt sich, sich einmal die Bilder im Internet anzuschauen (Aussichtsplattform Kurblhang eingeben).

Zufrieden, wieder einen erfolgreichen Arbeitseinsatz beendet zu haben mit ca. 180 erbrachten ehrenamtlichen Stunden, traten wir dann am Samstag die Heimfahrt an, bereits mit Überlegungen, ob wir wohl im kommenden Jahr zu sechst anreisen werden und was wohl im kommenden Jahr so an Arbeit auf uns zukommen wird und ob wir wohl etwas von der Sektion Hochland hören werden.

Herzlichst

Ihr Bergwart Uwe Conrad

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