Thüringen – ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Die Breitensportgruppe rockt die Felsen Thüringens!

Lachanfälle, Lagerfeuer, Würstchen, Bierchen trinken, und, und, und … aber natürlich kam unser Ziel – das Klettern in den griffigen Felsen Thüringens – nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil: Wir haben die Gipfel erobert wie bestimmt noch kein anderer Kletterverein – zumindest niemals mit so viel Spaß, wie wir den hatten.

Papa und ich waren nicht die Ersten, die es sich in der DAV-Hütte Weidmannsruh in Floh-Seligenthal gemütlich gemacht hatten. Die halbe Truppe von dem Breitensportverein Beckum war bereits schon in ihrem Element, in den Felsen. Wir hatten also genügend Zeit, uns die beeindruckende Landschaft anzusehen. Nicht weit von der Hütte entfernt ist ein Bergsee, der echt einladend aussah. Wie einige unserer Planschvögel berichteten, war das Wasser angenehm kühl. Also eine super Erfrischung nach einem anstrengenden Klettertag.

Die DAV-Hütte, in der wir für 4 bis 5 Tage übernachtet haben, war in einem sauberen Zustand. Natürlich, wie in einer Waldhütte nicht zu vermeiden, stießen wir auf einige wenige Begegnungen mit Spinnen, die zwar total harmlos waren, aber doch so manchen (nur Marie – Anmerkung der Redaktion) von uns einen Schrecken eingejagt haben. Schöne Träume hatte man trotzdem, da wir ja den ultimativen Wachhund Sam dabei hatten, der draußen auf der großen Wiese vor der Hütte in einem Zelt, in Begleitung des Herrchens, Wache gehalten hat.

Gleich nach meiner ersten Nacht in Thüringen musste ich viel früh (um 9 Uhr) aufstehen. Die Brötchen brachten Martina und Jörg mit, die am Freitag passend zum Morgenhunger die Waldhütte erreicht hatten. Nach dieser Stärkung sind wir auch schon losgefahren, um die Felsen zu erklettern. Wie schon am Tag davor sind wir zum Lauchagrund gefahren, wo Mehrseillängentouren möglich sind. Mit einer Schissstange hängten wir schon mal die ersten Exen ein, denn mit den Bohrhaken wurde dort sehr gespart. Es hat trotzdem allen unheimlich viel Spaß gemacht.

Abends haben wir Würstchen auf den Grill geworfen, die wir im nahe gelegenen Laden eingekauft hatten. Wie schon erwähnt, wärmte sich unsere talentierte Gruppe am Lagerfeuer auf, an dem man auch gut hätte Stockbrot machen können.

Samstag fing der Tag wie Freitag an: früh aufstehen und sich stärken. Da wir alle schon wieder so eine Sehnsucht zum Klettern hatten, fuhren wir sofort los. Diesmal änderte sich unser Reiseziel. Die 12 Apostel und der Finkenstein standen auf dem Programm. Einige sind zum Finkenstein gefahren und mehrere waren so motiviert und hatten Heißhunger auf das Klettern, dass sie die Strecke von 1,5 km Fußweg zurücklegten und zu den 12 Aposteln spazierten. Auf Anhieb fanden nicht alle den Weg, aber keiner ist uns verloren gegangen.

Diese herrliche Aussicht während des Kletterns war eines der schönsten Gefühle, die ich kenne. Dort gab es eine Vielfalt von Klettermöglichen in ziemlich allen Schwierigkeitsgraden, die wir mit großer Freude und Humor angegangen sind. An manchen Stellen wartete sogar ein Gipfelbuch, in das man sich stolz eintragen konnte.

Auf dem Rückweg zu der DAV-Hütte fuhren wir an der größten Kuhglocke der Welt vorbei. Sie ist über 3 m groß.

Zum Abendessen standen wieder gegrillte Würstchen und Fleisch auf der Speisekarte. Und im Anschluss das Lagerfeuer.

Am Sonntag sind einige direkt nach Hause gefahren und andere haben noch ein paar Felsen unsicher gemacht.

Insgesamt war es ein wirklich gelungener Ausflug, der sehr viel Spaß beinhaltete. Viele schreien nach Wiederholungsbedarf und natürlich werden wir diesen Schreien nachgehen – wir haben ja noch einige offene Projekte!

Für die Gruppe: Marie Beckensträter

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